Getrieben
wie ein Blatt im Wind

Befiehl Jahwe deine Werke, und diene Gedanken werden zustande kommen. Sprüche 16,3

Getrieben wie ein Blatt im Wind – Teil 1

Ich würde diesen alten Vers etwas einfacher formulieren:

„Gib GOTT das, was du tust, dann werden deine Gedanken zustande kommen.“

Doch woher kommen eigentlich meine Gedanken?

Entstehen sie beispielsweise durch die Begegnung mit einem Menschen, dessen erotischer Körper mich anzieht und der mir zufällig auf einem Bahnhof begegnet?

Der Messias sagt sinngemäß: „Wenn du eine Frau begehrlich anschaust, hast du in deinen Gedanken bereits Ehebruch mit ihr begangen.“

Das lässt sich ebenso auf einen Menschen übertragen, der sich zu Männern hingezogen fühlt.

Der erotische Körper eines anderen Menschen weckt Gefühle in dir. Diese Gefühle beeinflussen deine Gedanken und können dich schließlich zu einer Handlung bewegen.

Ein anderes Beispiel:

Du bekommst eine unerwartet hohe Rechnung. Sofort steigt Angst in dir auf. Deine Gedanken beginnen zu kreisen: „Wie soll ich das nur bezahlen?“

Die Rechnung löst Gefühle aus, und diese Gefühle treiben deine Gedanken vor sich her.

GOTT sagt uns dagegen, dass wir ihm unsere Sorgen anvertrauen sollen.

Doch was bedeutet das eigentlich?

Werke – was ist damit gemeint?

In der deutschen Sprache gibt es auch das alte Wort „Gewerke“.

Werke können zunächst das sein, was du selbst tust, erschaffst oder unternimmst. Doch ich möchte den Gedanken weiterführen und auch die Situationen betrachten, die dir im Leben begegnen.

Denn alles, was dir widerfährt, kann Gefühle auslösen. Und diese Gefühle beeinflussen wiederum deine Gedanken.

Aber woher kommen unsere Gefühle?

Entstehen sie nicht auch aus unseren Erfahrungen, unserer Erziehung und den Prägungen, die wir im Laufe unseres Lebens erfahren haben?

Unsere Gefühle scheinen häufig zu bestimmen, was wir denken.

Manchmal empfinden wir etwas Schönes. Wir denken positiv und handeln entsprechend.

Ein anderes Mal steigt Angst in uns auf. Unsere Gedanken kreisen um diese Angst, bis wir möglicherweise sogar in Panik geraten.

Aus eigener Erfahrung würde ich sagen:

Der Mensch ist manchmal nicht mehr als ein Blatt im Herbst, das vom Wind vom Baum gerissen wird, wenn er seine Gedanken allein von seinen Gefühlen treiben lässt.

Situationen in unserem Leben lösen Gefühle aus. Diese Gefühle können unsere Gedanken in eine Richtung treiben, die wir selbst kaum noch kontrollieren.

Wie ein Blatt im Herbst, das vom Wind erfasst und unkontrolliert umhergewirbelt wird.

Doch was geschieht am Ende mit diesem Blatt?

Fortsetzung folgt in Teil 2.